Azoren

Die Azoren liegen rund 1.500 Kilometer westlich des europäischen Festlands im Atlantik und wurden im 15. Jahrhundert von den Portugiesen entdeckt. Die Azoren sind heute autonome Inseln Portugals. Durch die Mitgliedschaft Portugals in der EU sind auch die Inseln EU-Mitglied. Es gibt neun größere Insel, die bis auf eine Insel

vulkanischen Ursprungs sind. Rund 250.000 Menschen leben auf den Inseln und sind meistens portugiesischen Ursprungs. Man spricht hier einen eigenen portugiesischen Dialekt. Die drei größten Inseln mit den meisten Einwohnern sind Sao Miquel (130.000 Einwohner), Pico (15.000 Einwohner) und Terceira (56.000 Einwohner). Man unterteilt die Azoren in die Zentralinseln Faial, Pico, Sao Jorge, Graciosa und Terceira; den östlichen Inseln Santa Maria und der Hauptinsel Sao Miquel; und den Westinseln Corvo und Flores. Die wirtschaftliche Blütezeit haben die Azoren (die rund 3.500 Kilometer vor dem nordamerikanischen Festland liegen) besonders im 19. Jahrhundert erlebt. Hier exportierten die Azoren vor allem Tee, Tabak, Orangen oder Ananas. Immer schon hatten die Azoren auf Grund der Lage gute Beziehungen zu den USA. Im Hafen von Horta landeten die Transatlantikflüge in den 1930er Jahren und viele betuchte internationale Touristen kamen auf die Insel. Die USA investierten ab den 1940er Jahren immer mehr in große Flughäfen bzw. Landebahnen, die sie vor allem auch im 2. Weltkrieg für die Luftflotten strategisch nutzten. Bis 1970 wurden teils Zwischenstopps in der zivilen Luftfahrt auf den Azoren eingelegt. Traditionell spielt in den letzten Jahrzehnten vor allem die Milchwirtschaft und die Viehzucht eine große wirtschaftliche Rolle. Der Tourismus wurde als neuer Wirtschaftsfaktor ab den 1980er Jahren sehr stark ausgebaut. Die Hauptinsel der Azoren ist Sao Miguel. Traditionell kommen vor allem europäische und nordamerikanische Segler auf die Azoren. Auch bei Wanderern ist die atlantische Inselgruppe sehr beliebt. Von vielen größeren Städten in Europa gibt es heute Flüge zu den Azoren, meistens mit der Zwischenstadion Lissabon. Von Deutschland aus kann man zum Beispiel mit Air Berlin via Düsseldorf direkt nach Ponta Delgada, der Hauptstadt der Hauptinsel Sao Miguel fliegen. Von Antwerpen aus fährt auch die Horn-Linie mit einem Containerschiff inklusive Passagierkabinen zum Hafen Ponta Delgada. Vom Hafen Ponte Delgada aus laufen zum Beispiel Touristenschiffe zum Whale Watching aus, eine der Attraktionen der Azoren. Die Stadt hat auch einen gut erhaltenen Altstadtkern.

Das Wetter auf den Azoren ist im Sommer subtropisch-ozeanisch und man hat über das ganze Jahr meist ein angenehmes und mildes Klima, das vom Golfstrom geprägt wird. Auf Grund der Lage kann es aber immer wieder regnen. Man hat auf den Azoren eine recht hohe Luftfeuchtigkeit, die allerdings im Sommer durch den Passatwind abgemildert wird. Das Wetter kann auf den Azoren-Inseln generell immer schnell wechseln. Man sollte für alle Wetterlagen angemessene Kleidung mitnehmen. Im Winter hat man meistens Temperaturen zwischen 10-17 Grad. Zu Stürmen kann es immer wieder kommen. Juli bis September ist die beste Reisezeit für sonnenhungrige Touristen. Insgesamt haben die Azoren viel Sonnenstunden auch im Frühjahr oder Spätjahr zu bieten. Die Azoren sind vor allem für Individualurlauber interessant. Man findet auf der Inselgruppe zahlreiche schöne Ferienhäuser. Wer städtisches Leben sucht, findet das vor allem in den Städten Ponta Delgada und Horta, wo man zum Beispiel shoppen gehen kann. Die Einwohner sind bekannt für ihre Gastfreundlichkeit. Massentourismus kennt man auf den Azoren nicht. Urlaub auf den Azoren kann man mit viel Erholung und Ruhe verbinden.