Fuerteventura
Fuerteventura ist eine der östlichen Inseln der Kanaren und liegt im Atlantik westlich der marokkanischen Küste. Verwaltungsmäßig gehört die Insel zur Provinz Las Palmas. Zu der Provinz gehören zum Beispiel auch die Inseln Lanzarote und Gran Canaria. Rund 100.000 Menschen wohnen auf der Insel, die vor allem durch die schönen
Strände bekannt ist und ein El Dorado für Wassersportler ist. Die Inselhauptstadt ist Puerto del Rosario im nordöstlichen Teil Fuerteventuras. Etwas südlicher liegt der zentrale internationale Flughafen Fuerteventura. Vor allem der Charterverkehr wird über den Flughafen abgewickelt. Auch Flüge aus Deutschland kommen hier an. Die Hauptstadt beherbergt auch den größten Seehafen, wo es zum Beispiel Fährverbindungen nach Marokko gibt. Das Klima ist in Fuerteventura über das ganze Jahr sehr angenehm und wird vor allem durch den Passatwind beeinflusst, der die heiße Luft aus der Sahara kompensiert. Die Wolken können über die Insel gut hinweg ziehen, da es keine sehr hohen Berge gibt, wie auf Teneriffa. Natürlich ist der Tourismus die Haupteinnahmequelle der Wirtschaft. Man findet auf Fuerteventura sowohl sanften und nachhaltigen Tourismus als auch Massentourismus, der vor allem auf die Küstenregionen ausgelegt ist. Fuerteventura ist vor allem bei Wassersportlern überaus beliebt. Windsurfer sind vor allem im Norden und Osten der Insel. Hier sind auch viele Profi- und Hobby-Kitesurfer. Inzwischen gibt es teils getrennte Strandabschnitte für Windsurfer und Kitesurfer. Im Norden gibt es einen sehr schönen Naturschutzpark mit einer reizvollen Dünenlandschaft. An der Westküste sind vor allem die Wellenreiter in ihrem Element. Baden sollte man an der Westküste nur an den ausgewiesenen Stränden, da hier eine ablandige Strömung vorherrscht, die Richtung Marokko zieht.
Die kahle Berglandschaft im Inneren der Insel bietet sich an für Wanderer, Radfahrer oder Geländewagenfahrer. Man sollte sich aber immer genau über das Territorium informieren, vor allem wenn man zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist. Die Hitze und Orientierung können zum Problem werden. Massentourismus findet man auf der Insel nur im Küstenbereich. Der Massentourismus ist allerdings ruhiger als auf Gran Canaria. Im eher kargen Kernland findet man viele schöne Dörfer, wo es viel ruhiger zugeht. Das Markenzeichen von Fuerteventura bleiben aber die großen und weißen Sandstrände. Viele Touristen kommen vor allem wegen den unzähligen Sportmöglichkeiten nach Fuerteventura. Wer einfach nur am Strand Spazierengehen und sich erholen will, kann im Süden der Insel kilometerlange Strände finden. Im Süden liegt auch einer der Hotspot der Surfer und Kitsurfer mit bis zu neuen Windstärken: Playas de Sotavento, ein Abschnitt des 30 Kilometer langen Strandes. Hier werden auch die Surfweltmeisterschaften ausgetragen. Speedsurfer findet man an der Costa Calma. Vor allem im Norden findet man viele Surfschulen, die für Touristen interessant sind. Die besten Zeiten für Windsurfer und Kitesurfer sind die Wintermonate, wo man oft viel mehr Wind hat, als im Rest des Jahres. Für erfahrenen Segler bieten sich die Kanaren ebenfalls an. Anfänger sollten nur unter fachkundiger Anleitung bei hohen Windstärken Segeln gehen. Viele Surfer und andere Wassersportler kommen Initial nach Fuerteventura, um den Wind und die Strände auszunutzen, und kommen dann fasziniert immer wieder.