Gran Canaria
Nach den Balearen gehören die Kanaren zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen im Bereich der Mittelmeer- und Atlantikinseln. Was die Kanaren ausmacht, ist vor allem die relativ kurze Flugzeit und das warme Klima über das ganze Jahr. Über zwei Millionen Touristen kommen jedes Jahr nach Gran Canaria. Vor allem auch
deutsche und britische Touristen schätzen die Insel im Atlantik als Reiseziel. Durch den Kanarenstrom und die Passatwinde hat man im Sommer noch ein angenehmes Klima und im Winter sehr warme Tage. Wie die anderen kanarischen Inseln auch, gehört Gran Canaria als drittgrößte Insel der Kanaren zur Autonomen Gemeinschaft Spaniens, was mit zahlreichen Rechten verbunden ist. Da man in Madrid den autonomen Provinzen auch steuerliche Rechte übertragen hatte, wurde Gran Canaria mit dem Wirtschafts- und Steuersystem der Kanaren (REF)vor allem in den 1980er Jahren ein bevorzugtes Gebiet für private Investoren, die von dem Steuervergünstigung profitierten. Viele Auswanderer sind in der Zeit nach Gran Canaria gekommen und haben Grundstücke gekauft. In den letzten zwei Jahrzehnten hat vor allem Mallorca den Kanaren den Rang bei privaten Immobilieninvestitionen den Rang abgelaufen, allerdings gibt es einen Trend wieder zurück auf die Kanaren. Gran Canaria ist auch eine Insel, die viele Ausländer angezogen hat, die im Tourismusgeschäft einen Job gefunden haben. Gran Canaria gehört heute zu den kanarischen Inseln mit der besten Tourismusinfrastruktur. Die Insel ist sehr vielschichtig an touristischen Angeboten. Der Massentourismus findet vor allem im Süden der Insel statt.
Die Tourismuszentren sind vor allem Maspalomas, San Augustin und Playa del Inglés. Die Dünen von Maspalomas, die sich über rund fünf Kilometer ziehen, sind eines der touristischen Aushängeschilder des Südens. Seit dem Jahr 1987 stehen die Dünen unter Naturschutz. Einer der schönsten Orte im Süden ist Puerto de Mogán, ein malerisches Fischerdorf, das touristisch voll erschlossen ist. Badeurlauber kommen vor allem im Süden der Insel auf ihre Kosten, wo auch reges Nachtleben herrscht. Gran Canaria hat aber auch im Hinterland fiel zu bieten, zum Beispiel die schönen Berge bei Ayagaures. Man kann zum Beispiel Wanderungen durchführen oder auch das Hinterland mit dem Geländewagen erkunden. Auch gibt es viele schöne Motorradtouren durch das Hinterland. Gran Canaria ist auch ein beliebtes Bike-Revier mit Schluchten, die teils an den Gran Canyon erinnern. Biketouren sollte man zuerst mit einem Guide buchen, da die Orientierung manchmal nicht leicht ist. Auch die Hitze sollte man bedenken und immer viel trinken. Natürlich werden auch geführte Wandertouren in die Bergwelt Gran Canarias angeboten. Gerade im Süden der Insel findet man viele Anbieter in den Tourismushochburgen.
Die größte Stadt Gran Canarias ist Las Palmas mit rund 350.000 Einwohnern. Die Stadt hat den drittgrößten Hafen im Atlantik und ist im Kultur- und Nachtleben sehr umtriebig. Im Februar sollte man sich den Karneval in Las Palmas nicht entgehen lassen. Der Karneval wird sehr aufwendig und lebensfroh zelebriert. Die gebirgige Landschaft im Westen der Insel zählt zu den schönsten Gegenden auf Gran Canaria. Im Westen der Insel kann man sehr schöne Radtouren machen, allerdings benötigt man eine gute Kondition bei den Bergauffahrten, die Berge im Inselzentrum sind bis 2.000 Meter hoch und die Höhenstraßen gehen teils bis auf die Spitze gehen. Rennradfahrer können in Gran Canaria sehr selektive Strecken zum Training finden. Das Mekka der Windsurfer liegt bei der kleinen Ortschaft Pozo Izquierdo, kurz Pozo, im Süden der Insel. Man hat hier fast das ganze Jahr bis 6 Beaufort durch den Nordostpassat. Das Revier ist für Fortgeschrittene und Profis interessant. Anfänger finden zum Beispiel am Strand von Maspalomas Surfschulen. Auf Gran Canaria bietet es sich an, einen Mietwagen zu nehmen und die Insel entspannt zu entdecken.