La Palma

La Palma ist eine kanarische Insel im Atlantik, die am nordwestlichen Rand der Kanaren liegt. Sie gehört zur Autonomen Gemeinschaft Spanien und ist verwaltungstechnisch der Provinz Santa Cruz de Tenerife unterstellt. Fast 86.000 Einheimische leben auf der Insel. Die Hauptstadt ist Santa Cruz de La Palma. Rund 17.000 Menschen leben

in der Hauptstadt auf der östlichen Seite der Insel. Santa Cruz de La Palma ist der Verkehrsknotenpunkt der Insel. Hier landen die Fähren von anderen kanarischen Inseln und im Süden liegt der internationale Flughafen, der 1970 eröffnet wurde. Vor allem die überregionalen Charterflüge aus Europa werden hier abgewickelt. Via Fähre kann man vom Süden Teneriffas in zwei Stunden nach La Palma fahren. Inzwischen verkehren auch Fähren vom spanischen Festland. Der Hafen ist vor allem auch aus wirtschaftlicher Sicht sehr wichtig für die Insel. Die Hauptstadt hat einige Sehenswürdigkeiten wie historische Kirchen zu bieten. La Palma war Anfang des 20. Jahrhunderts eine touristische Hochburg der Engländer. In den 1980er Jahren wurde der Tourismus vor allem durch die Inseln Gran Canaria und Teneriffa angekurbelt. Der Massentourismus ist aber bis heute ausgeblieben. Es gibt nur wenige große Hotels. Die meisten Touristen nutzen Ferienwohnungen auf La Palma. Rund 80 Prozent der Touristen kommen heute aus Deutschland. Vor allem Gebiete, wie der zweitgrößte Ferienort der Insel Los Cancajos, sind vom Pauschaltourismus geprägt. Englische und deutsche Aussteiger oder Auswanderer leben vor allem an der Westküste der Insel. Typisch für die Insel sind die schwarzen Strände, die zum Beispiel in Los Cancajos auch künstlich angelegt wurden.

Seit Jahren gibt es auf der Insel eine Diskussion über die Tourismusstrategie. La Palma ist vor allem bei Naturliebhabern und Wanderer sehr beliebt. Eine Ausweitung des Tourismus soll vor allem auf dem sanften Tourismus beruhen. La Palma hat touristische Expansionspläne, die allerdings vor allem auch wegen der Wasserknappheit begrenzt sind. Heute kommen fast 150.000 Touristen nach La Palma, um sich vor allem in der Natur zu erholen. Viele neue Übernachtungsmöglichkeiten sind im ländlichen Raum entstanden, wo man im inseltypischen Stil kanarische Bauernhäuser renoviert hat. Wie auf anderen Ferieninseln im Mittelmeer und dem Atlantik auch, werden diese Tourismusinvestitionen von der EU gefördert. In den letzten Jahren setzt man auch auf aktive Freizeitangebote wie Reiten oder Mountainbiking. Auch das Tauchen in den Küstengewässern wird verstärkt als Touristenattraktion angeboten. Man hat auch in die Verkehrsinfrastruktur investiert und bietet heute ein gutes Straßennetz an, dass sich über 1.200 Kilometer erstreckt. Asphaltierte Straßen verbinden zum Beispiel den Osten mit dem Westen oder den Osten mit dem Nordwesten. Im Nordwesten liegt der höchste Berg der Insel, der Roque de los Muchachos, mit 2.426 Metern. Er gehört zum Nationalpark Parque Nacional de la Caldera de Taburiente. Von dem Berg aus hat man einen grandiosen Blick auf die Nachbarinseln wie Teneriffa.

Traditionell spielte in La Palma die Landwirtschaft und das Handwerk eine wichtige Rolle. Der Wein- und Tabakanbau spielt in der Geschichte der Insel auch eine Rolle. Die meisten Güter müssen heute allerdings importiert werden, so dass der Tourismus als heimische Einnahmequelle besonders wichtig ist. Früher war die Insel ein lohnenswertes Ziel von Piraten, die im Atlantik ihr Unwesen trieben. Der englische Freibeuter Sir Francis Drake versucht es auch einmal und scheiterte an den wehrhaften Einwohnern und den Verteidigungsanlagen. La Palma hat eine faszinierende und einmalige Natur. Das Bild der Insel ist geprägt von den Farben Grün, Schwarz und Blau. Durch die Passatwinde kommen immer wieder Wolken auf die Insel und bringen Feuchtigkeit für die Vegetation. Nebelfelder bilden sich das ganze Jahr an den Bergen. Durch die jüngeren Vulkantätigkeiten ist vor allem der Süden von Aschefeldern und erkalteten Lavaströmen überzogen. Die gesamte Insel ist zum UNESCO- Biosphärenreservat erklärt worden.