Menorca

Menorca ist die zweitgrößte Insel der Balearen und liegt im Osten der Inselgruppe. Menorca hat eine vielschichtige Kulturgeschichte, die vor allem auch in der jüngeren Geschichte von Spanien, England und Frankreich geprägt ist. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Insel von England erobert und erst im Jahr 1782 eroberten

spanisch-französische Truppen die Insel zurück. Ausschlaggebend war die Allianz der Spanier und Franzosen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Durch den Frieden von Versailles, Ende des 18. Jahrhunderts, mussten die Briten Menorca an die Spanier formell zurückgeben. Nach der Diktatur in Spanien bekamen die Balearischen Inseln letztendlich im Jahr 1983 ein Autonomiestatut von Madrid. Die Hauptstadt von Menorca ist Maó und liegt im Westen. Der sichere und große Naturhafen im Mittelmeer war schon unter den Briten strategisch sehr wichtig. Heute leben rund 28.00 Menschen in der Hauptstadt Menorcas. Insgesamt leben rund 90.000 Einheimische auf der Insel. Nach Maó kommen vor allem auch Kreuzfahrtouristen und Segler. Die Stadt hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Hier spielt der mediterrane Lebensstil mit britischer Historienkultur eine Rolle. Der Flughafen Menorca liegt rund zehn Kilometer südwestlich der Hauptstadt. Eine sehr schöne Stadt auf Menorca ist auch Ciutadella im Westen der Insel. Hier leben rund 28.000 Menschen. Die Stadt hat einen sehr hohen europäischen Ausländeranteil von rund 10 Prozent. Die ehemalige Inselhauptstadt bietet einen sehr schönen mittelalterlichen Charme.

Menorca ist weniger vom Massentourismus betroffen als Mallorca oder Ibiza und ist vor allem bei Tauchern, Sonnenhungrigen, Familien und Naturliebhabern beliebt. Der meiste Tourismus findet im Süden statt, wo es schöne weiße Sandstrände gibt und auch der Wind nicht so stark ist. Im Süden der Insel findet man die großen Hotels und sind vor allem die Wassersportler in ihrem Element. Surfer zum Beispiel gehen in Norden, wo starker Nordwind herrscht. Der Südwesten ist kaum urbanisiert und ist bekannt für seine romantische Buchten und Strände. Seit Jahren setzt man auf Menorca auf den sanften Tourismus, der auch durch die EU gefördert wird. Man findet in Menorca viele unberührte Landschaften. Individualtouristen finden viele Angebote an Ferienhäusern, Bungalows und kleineren Hotels. Fast die Hälfte der Insel steht unter Naturschutz. Vor allem der Norden ist wenig touristisch erschlossen. Im Inneren der Insel findet man noch viele landwirtschaftliche Betriebe. Es gibt idyllische Dörfer mit sehr gastfreundlichen Menschen. Vor allem auch die Milchwirtschaft und die Käseherstellung spielen in der Landwirtschaft der Insel eine traditionelle Rolle. Typisch sind die weißgetünchten Bauernhöfe und die vielen Steinmauern im Landesinneren. Die Insel ist insgesamt sehr bewaldet und grün. Im Norden ist die Insel viel felsiger als im südlichen Teil der Insel.

Das Klima ist auf Menorca im Winter sehr mild. Die Hitze im Sommer kann man recht gut vertragen, da vor allem auch der Nordwind Kühlung bringt. Zwischen Mai und Oktober ist die Hauptsaison. Man bekommt in dieser Zeit unkompliziert Direktflüge nach Menorca. Auf Menorca bietet es sich an einen Mietwagen zu buchen und die Insel zu entdecken. Menorca hat ein relativ hohes Preisniveau für Touristen auf der Insel. Man sollte sich deshalb genau über die Touristenangebote und -preise vor Ort erkundigen. Gerade auch im Inselinneren gibt es sehr gute Restaurants mit beliebten einheimischen Speisen. Sandstrandliebhaber finden den größten Strand der Insel im Süden: Son Bou. Es gibt vor allem im Süden viele Sandstrände ohne Hotelanlagen. Besonders schön ist Menorca vor allem im Frühjahr, wenn die Blumen auf der Insel blühen. Einer der schönsten Aussichtspunkte auf Menorca ist der Berg Monte Toro im Zentrum Menorcas. Eine Bergstraße führt zur höchsten Erhebung der Insel. Auf dem Monte Toro steht es ein ehemaliges Augustinerkloster.

Die Insel Menorca ist ein Paradies für Taucher. Anfänger sollten vor allem im Süden tauchen. Tauchreviere für Fortgeschrittene gibt es im Norden. Die Nordküste ist sehr fischreich. Heute gibt es auch Golfplätze auf Menorca, zum Beispiel in der Region Es Mercadal. Interessant ist die Insel besonders für Wanderer und Radfahrer.